Jede Kommune sollte auf die Sanierung und Restaurierung und somit auf den ERHALT schmucker, alter, identitätsstiftender Häuser achten, anstatt diese abzureißen. Gute alte Bausubstanz zu bewahren und aus dem Bestand heraus zu bauen, ist nicht nur umweltbewusst. Es dient auch wesentlich der Aufrechterhaltung eines Ortscharakters. Nicht in bestehende Naturflächen und Gärten einzugreifen durch die Errichtung großflächiger, moderner Wohn- und Gartenanlagen ist von allerhöchstem Wert. Moderne Wohnanlagen bestehen aufgrund von Pflegeleichtigkeit meist aus viel Beton und strotzen nur so vor stilisierter, exakt geometrischer Geradlinigkeit, was einfach nicht natürlich anmutet. Durch brachiale Abrisse und Neubauten verlieren ehemals in Gärten angesiedelte Tiere ihren angestammten Wohnort. Außerdem geht ganzen Straßenzeilen durch solch starke Eingriffe ihr ursprünglich harmonisch gewachsenes Gesamtbild verloren.
Bei der Errichtung von Neubauten ist unbedingt auf die Integration der dort wachsenden Bäume und auf das dort schon oft völlig intakte, jahrzehntelang entstandene Ökosystem zu achten. Dies nicht zu berücksichtigen zugunsten neuer, „klimafreundlicher“ Energiegewinnungs-Technologien, stellt heutzutage einen totalen Widerspruch in sich dar. Naturverdrängung zum Erhalt des Klimas? Das ist keinesfalls logisch. Fachleute aller Gestaltungsrichtungen und Dienstleistungsunternehmen aller Bereiche sollten bei jedem Bauvorhaben Hand in Hand arbeiten um möglichst wenig „Schaden“ an der Natur und am Gesamtflair anzurichten. Denn oft wird zerstört, was unwiederbringlich ist. Auch die Umzäunungen mit den sogeannten Stab- und Doppelstabmattenzäunen in silber – optisch kaum von „Bauzäunen“ zu unterscheiden – zerhacken ein Stadtbild enorm.
Es gibt wunderschöne Lösungen, die feinfühlig das aufgreifen und belassen, was unbedingt erhaltenswert ist und die nur das – möglichst stilvoll – erneuern, was zwingend einer Überholung bedarf.